Josef Florian Krichbaum

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franzobel

Franzobel
© Harald Krichel 2013

 

Franzobel 2014: Heavy Metal Biedermeier

Oberflächlich betrachtet sind die altmeisterlich mit Öl und Eitempera gemalten Bilder von Josef Florian Krichbaum harmlos romantisch, beinahe idyllisch, fast kitschig. Je näher man sich aber mit ihnen beschäftigt, desto unheimlicher werden die Szenarien. Da gibt es plötzlich Löcher im Boden, Abgründe, wilde, nur scheinbar gezähmte Natur, verkrüppelte Bäume, erodierte Steinhaufen, nebelverhangene Wälder, eingestürzte Mauern.

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Und auch die dargestellten Menschen sind alles andere denn lieblich, sie haben Messer gezückt, einen geifernden Gesichtsausdruck oder sind durch seltsame Hauben, denen seitlich zwei Stangen wegstehen, anonymisiert. In den romantischen Dorfansichten entdeckt man Satellitenschüsseln oder Reklametafeln, die schönen Frauen haben meist Tätowierungen und selbst die Kinder sind irgendwie beleidigt oder bösartig, sofern nicht auch sie seltsame Glühbirnen-Säcke aufhaben, die ihr ganzes Gesicht bedecken. Unter der torkelnden Gestalt eines Bahnwärters erscheint ein Ausbrecher, in der scheinbar lieblichen Eislaufatmosphäre liegen Schweine.

Die Bilder von Krichbaum, der sich selbst nicht unironisch JFK nennt, sind Sittenbilder einer dem Merkantilismus verpflichteten Gesellschaft, ohne diesen direkt anzuprangern. Es sind Seelenzustände von vereinsamten, traurigen Menschen, was sich interessanterweise am stärksten bei den Gruppendarstellungen zeigt, da ist trotz der scheinbaren Nähe immer noch jede Person sehr für sich, gibt es kein Miteinander, sondern nur ein Nebeneinander. Der Blick dieser Figuren ist meist sehnsüchtig in die Ferne gerichtet oder gilt direkt dem Betrachter – so als ob man sich von diesem Erlösung oder zumindest Verständnis erhoffte.

In Österreich ist jeder Mensch ein Monolith, ein Eigenbrötler, seine eigene Insel. Jede Kommunikation, meist beschränkt man sich auf den Austausch falscher Freundlichkeiten oder boshafter Unterstellungen, ist zum Scheitern verurteilt. Die Landschaft ist zersiedelt und verhüttelt, von Grundstücksspekulanten, gierigen Bürgermeistern und Supermärkten verunstaltet. Die letzten, mit dem engstirnigen Feuer der Inquisition verteidigten Werte bieten kaum noch Halt. So befinden sich die Menschen hier auf dünnem, brüchigem Eis, was auch in Krichbaums Bildern zu sehen ist. Zuerst wähnt man sich in einer Renaissancelandschaft, die sich aber bei genauerem Hinsehen als sehr heutig entpuppt. Plötzlich gibt es Radios, Antennen, Walkingstöcke. Allerdings immer nur dezent. Man begegnet keinen Autos, keinen Hochhäusern oder Hochspannungsleitungen, es sind eher postapokalyptische Szenarien, in die uns JFK entführt.

Und immer wieder tauchen diese seltsamen Stangenhauben auf, die ein wenig an Don Quichotte oder Gehirnwäschehelme erinnern. Krichbaum selbst nennt sie Wächter und will nicht verraten, ob sie als Bedrohung oder als Schutz gemeint sind. Er hat sie geträumt und seither haben sie zusehends Einzug in seine Bilder gehalten. Hauben, die über Augen und Nase reichen, etwas von Fühlern und Antennen haben und auch an virtuelle Welten und die Googlebrille denken lassen. Vielleicht sind diese Wächter ja vollkommene Solipsisten, Autisten, die nur noch in ihrer eigenen Welt leben? Haben wir nicht alle solche Hauben auf, die uns nur an Karriere und Arbeit denken lassen, Hauben, die gleichzeitig die Fühler nach Anerkennung ausstrecken, aber auch die Welt auf Distanz halten? Oder sind es Selbstbildnisse des Malers, der mit zwei seitlich wegstehenden Pinseln durch die Welt geht?

Krichbaums Bilder sind wider den Zeitgeist – nicht nur inhaltlich, sondern auch formal. Er ist keiner von den jungen, von Galeristen umschwänzelten Realisten, die nach Fotos malen, um eine Fotorealität wiederzugeben, die wir mittlerweile für die einzig wahre halten, weil wir sie aus den Medien, nicht aber aus der Natur selbst kennen. Seine Bilder entstehen nach Skizzen oder aus dem Kopf, was eine völlig andere Realität erzeugt, die zuerst einmal ungewohnt, aber deshalb um nichts weniger wahr ist.

Krichbaum unterwirft sich keinen Moden, passt sich keinen zeitgeistigen Strömungen an, verbiedert und verbiegt sich nicht in Richtung Kunstszene. Dafür hat er so manchen Preis zu bezahlen, er gilt als unmodern, der große Reichtum hat bislang einen Bogen um ihn gemacht, die Medien und Szenepäpste weigern sich, ihm Bedeutung zuzuerkennen, die großen Leistungsschauen der Kunst finden ohne ihn statt. Dabei ist die Beharrlichkeit und Perfektionierung seiner Formensprache schon jetzt beachtenswert. Er ist der Maler einer durch und durch verbiedermeierten Gesellschaft, die sich weigert, ihren Rückzug ins Private als solchen zu bezeichnen. Vielleicht ist deshalb die Zeit noch nicht reif für eine Krichbaumwelle, die bestimmt eines Tages kommen wird, ist er doch der neue Carl Spitzweg – nur ist sein Humor abgründiger und schwieriger zu durchschauen. Wer weiß schon, was die Buchstaben HFGH bedeuten, die eine Frau auf ihrem Shirt trägt? Hände Falten, Gosche Halten.

Und dann gibt es Details, die sich durch keine Reproduktion wiedergeben lassen. Die Leichtigkeit, mit der er in seinem letzten Bild (Titel?) einen Ast hingelegt hat oder der sonnendurchschienene verhangene Himmel zeigen ihn als das, was er ist: Ein großer Maler, der den Biedermeier unserer Zeit gekonnt auf die Leinwand bringt. Er schafft das Kunststück, dekorativ und gleichzeitig eminent politisch zu malen, altmeisterlich und dabei doch sehr heutig. Chapeau – auch wenn es nur eine Stangenhaube ist.

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dutz

Mag. phil Elisabeth Dutz Österreichische Nationalbank, Wien

 

Mag. Elisabeth Dutz 2014: Der magische Realismus des Josef Florian Krichbaum

Seit vielen Jahren verfolge ich das Schaffen von Josef Florian Krichbaum mit großer Freude. Er ist einer der wenigen Künstler unserer Zeit, die sich an der altmeisterlichen Technik der Malerei orientieren und poetische Bildergeschichten erfinden. Entstanden anfangs eher kleinformatige Werke, bewältigt der Künstler heute auch große Formate mit der gleichen malerischen Qualität und Erzähldichte, die an Franz Sedlacek und den Magischen Realismus der Neuen Sachlichkeit denken lassen.

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Schon der Vorbereitung des Maluntergrunds widmet er eine heute unübliche Akribie und Fürsorge. Mit der gleichen Akribie und einem besonderen Blick fürs Detail entstehen wunderbare Bilder, die den Betrachter magisch anziehen, ja ins Bild hineinziehen. Es sind eigentümlich seltsame Bilder, die sich in einer Art Zwischenwelt bewegen. Man kann diese Bilder nicht flüchtig im Vorbeigehen aufnehmen, nein, man muss schon genau hinschauen, dann erschließt sich eine phantastische Welt: da tummeln sich die unterschiedlichsten Gestalten menschlicher und (über-) menschlicher Natur, meist in Gruppen, in phantastischen Landschaften. Wächter, die über die Natur und die Menschen wachen sollen, wanken – allzu menschlich betrunken aus einem Stadttor. Das Floß der Medusa von Thédore Géricault wird kurzerhand zu einer Schlittenfahrt im Schnee. Doch wohin geht die Fahrt? Es ist nicht nur eine Vergnügungsfahrt, hat man doch Teppiche, Kleider, Bücher und Proviant aufgeladen. Und wer hisst schon Flaggen auf seinem Schlitten? Man spürt die Lust des Künstlers an der Darstellung absurder Situationen, übertriebener Körperhaltungen und ungewöhnlicher Perspektiven. Hinter der Heiterkeit, die die Bilder grundsätzlich ausstrahlen, liegt aber der kritische Blick des Künstlers auf die Natur, die Gesellschaft und wie wir miteinander umgehen. Mit feinem Pinsel und leisen Tönen will er uns das vor Augen führen. Schauen wir mit ihm!

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franzobel

Franzobel
© Harald Krichel 2013

 

Franzobel 2008: „Eine österreichische Frida Kahlo“ – Zu den Bildern Josef Krichbaums

Krichbaum hieß einer der strengsten, wir sagten gefeanztetsten, Lehrer meiner Schule, sein Lieblingsthema war das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm, und Krichbaum hieß auch eine mit ihm nicht verwandte, in mich verliebte Mitschülerin, Krichbaum war der Name einer meiner ersten Freundinnen, die Tochter des gefeanzten Lehrers, und Krichbaum hieß auch ein Nachbar.

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Krichbaum als Name hat mich verfolgt, hat mich immer fasziniert, ist er doch, wenn man ihn nicht als Imperativ liest, ein Widerspruch in sich. Bäume sind verwurzelt und also zum Kriechen gar nicht fähig, oder doch? Kriechen sie heimlich nachts umher wie hölzerne Peripathetiker und tauschen ihre Plätze? Gibt es am Ende nicht nur Wanderdünen, sondern auch Wanderbäume? Krichbäume? Stehen also die Bäume immer nur dann still, wenn man sie ansieht, bewegen sich aber sonst?
Alle Krichbaums, die ich kenne, sind irgendwie knorrige, stämmige Menschen. Josef Krichbaum kenne ich nicht, aber ich kenne seine Bilder, und ich bin der festen Überzeugung, dass der Name über einen Menschen vieles aussagt, einer Haut gleicht, in die man im Laufe seines Lebens hineinwächst. Josefs Krichbaum fehlt das lange i, sein e hat sich davongestohlen, dieses Krichbaum klingt wie die Transkription des norddeutschen Krieg-Baum, also entweder martialisch oder in hoffnungsfroher Erwartung einer Baumschenkung. Vielleicht aber auch nur der Schreibfehler eines josephinischen Beamten, der sich bei Kirchbaum vertat? Krichbaum ist ein Name, der mir gut zu passen scheint, weil er auf eine falsche Fährte führt, man genauer hinsehen muss, um zu sehen, dass das e fehlt und hier gar nichts kriecht, dafür kriegt (norddeutsche Aussprache mit ch) man einiges.
Josef Krichbaums Bilder sind also Bilder, wie sie nur ein Krichbaum malen kann. Sie sind gut verwurzelt in einer soliden Maltechnik, die mich an die Realisten der osteuropäischen Länder erinnert. Es sind ländliche Sujets, Motive wie aus einer anderen Zeit, einem anderen Jahrhundert, kleine Szenen, die zuerst märchenhaft anmuten, vorgeblich eine kleine Geschichte von einem weltabgeschiedenen Ort erzählen. Bei längerem Hinsehen kriecht diese Idylle aber schnell davon. Den Krapfenessern etwa wohnt auch etwas Aggressives, Gewalttätiges inne, die beiden Ordentlichen haben was Bedrohliches, das sich freilich nirgendwo festmachen lässt, und beim Pärchen in der Aussicht, ich weiß nicht, ob sie auf einem Dach oder bloß auf einem Weg sitzen, spürt man Lust und Streit gleichermaßen.
Kunst, glaube ich für mich selbst definieren zu können, ist eine Arbeit dann, wenn man sie immer wieder mit Gewinn (ästhetisch oder kognitiv) rezipieren kann, wenn sich also ihre Bedeutung nicht beim ersten Mal erschließt. Insofern sind Josef Krichbaums Bilder, zumindest die meisten, Kunst. Ich verstehe sie noch immer nicht. Gut gemalt, aber irgendwie seltsam, sagt mein neunjähriger Sohn und hat Recht. Diese Bilder sind humorvoll, aber keine Karikaturen, sie sind vollendet, klassisch, aber doch auch spröde, offen, beinahe dilettantisch. Es gibt atmosphärische Gefühle, die ich zuordnen, aber nicht fassen kann. Die Symbolik, will es mir scheinen, ist nur ein Vorwand, eine Fassade, um den Betrachter hinterrücks zu packen mit Hinterfotzigkeit.
Auch wenn der Malstil es scheinbar vorgibt, sind diese Bilder alles andere denn naiv. Schluchten und Höhlen der Seele werden aufgetan, Zustände des Seins. Mich erinnern diese Bilder an die Maler Südamerikas, an einen viel erdigeren, ehrlicheren phantastischen Realismus, als den, der von der Wiener Schule zu Tode vermarktet worden ist. Ich sehe in den Bildern Josef Krichbaums die Verkrampfung und Verklemmung österreichischer Landbewohner, und obwohl in diesen Bildern kein Blut fließt und niemand mit Folterwerkzeugen traktiert wird, spürt man die inneren Beschädigungen der dargestellten Menschen, die Unsummen erlittener Gehässigkeiten, die ganze Palette von der verkrochenen Waldschratigkeit bis zur Lust mit schmierig glänzenden Krapfenfingern in der Nase zu bohren, auf dass die Marmelade spritzt. Insofern ist Krichbaum für mich die zeitgemäße und österreichische Form der hochverehrten Frida Kahlo, die übrigens auch kein langes i im Namen hat.“

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Käppl

Volkmar Käppl
© Franz Johann Morgenbesser

 

Volkmar Käppl 2002: „Eine illustre Gesellschaft“ Die Bilderwelt des Josef Florian Krichbaum

Menschen spielen eine Rolle. In unserem Leben wahrscheinlich die wichtigste. Sie treten auf und die Handlung spielt. Wie im Theater. Die Rollen sind verteilt. Sie wechseln oft blitzartig. Jeder spielt mehrere Rollen. Theater oder Alltag? Der Alltag bietet oft schillerndere Szenen der menschlichen Spezies.

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Wie von einem unsichtbaren Regisseur inszeniert.
Der Maler Josef Florian Krichbaum hält bezeichnende Augenblicke fest. Er gibt uns Einblicke in die menschliche Seele. Mit sensibler Farbigkeit vermittelt er Stimmungen und Gefühle. Krichbaum lässt hinter die Masken seiner Darsteller blicken. Durch Verkleidungen entkleidet er auch gleichzeitig.
Krichbaum beobachtet die Gesellschaft. Sie bewegt und beschäftigt ihn. In seiner Bilderwelt spiegelt er sie wider. Gesehen und gefühlt durch seine eigene Welt. Tiefgründig, zeitkritisch, manchmal trotzig, zumeist auch spielerisch. Als Parabel auf die Gesellschaft präsentiert er Bemerktes und Bemerkenswertes wie auf einer Bühne. Er deckt Rollenspiele und Rituale auf. Die Beziehung zwischen Mann und Frau scheint unerschöpflich, aber auch unergründlich. Eine zeitlose Thematik in zeitlos anregenden Bildern.
Dem Betrachter eröffnen sich Geschichten. Detailreich und phantasievoll – wie die Malweise der Bilder. Mit hohem handwerklichen Können führt uns der Künstler in seine Bilderwelt eines erzählenden Realismus. Seine Malerei erzeugt nicht nur ein genussvolles Farberlebnis. Sie regt auch zum Nachdenken über die illustre Gesellschaft in unserem Alltag an. Alltag oder Theater? Die Übergänge sind fließend. Wie im wirklichen Leben.

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Hutter

Wolfgang Hutter
© Die Presse/Michaela Seidler, für AEIOU

 

Wolfgang Hutter 1999: Zu den Bildern des Malers Josef Florian Krichbaum

Es ist in den vergangenen Jahren selten geworden, daß ein Maler auftaucht, der wirkliche Bilder malt.
Bilder, welche nicht die Welt unseres optischen Alphabets verlassen. Bilder, in denen ein Mensch ein Mensch bleibt, Gemaltes aus unserer Umgebung kommt.

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Der Sessel noch ein Stuhl bleibt und der Mund noch immer in der Mitte des Gesichts bleibt. Zu diesem Rüstzeug kommt nun die Phantasie des Malers Krichbaum dazu. Auch dazu ein feiner, spitzer Pinsel, ein Auge wie ein Vergrößerungsglas und eine warme Palette der Farbigkeit.
In diesen nie sehr großen Bildern erzählt ein malerischer Poet seine Bildgeschichte. Kuriose und witzige Ereignisse schauen uns aus diesen Bildern an.
Diese Erzählbilder, in feinster, malerischer Technik ausgeführt, werden sicher ihre Liebhaber finden. Allen diesen Werken wohnt eine gewisse Überlebensmöglichkeit bei. Auch später wird man in diesen Bildern noch lesen können, ohne eines Interpreten zu bedürfen. Man kann als Beschauer dieser Kunst dem Maler Krichbaum nur wünschen, noch lange und phantasievoll zu arbeiten und dadurch dem Freund der malerischen Kunst Ergötzliches zu bieten.
Dieses wünscht der ebenso malende Wolfgang Hutter

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Pressetexte / Meldungen (Auszüge)

11_2014

Franzobel, JF Krichbaum und Bürgermeisterin Rosemarie Schönpass
© Rundschau.com

Bezirksrundschau November 2014: „Die Rückkehr der Wächter“ im Brecher Buchleiten

AMPFLWANG. Der in Ampflwang und Wien lebende Maler Josef Florian Krichbaum eröffnete am vergangenen Samstag seine Ausstellung „Die Rückkehr der Wächter“ im Brecher Buchleiten. Für die Eröffnungsrede konnte Krichbaum den bekannten, aus Pichlwang stammenden Schriftsteller Franzobel gewinnen.

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Die 70 bis zu zwei Meter großen Werke sind noch bis 29. November täglich außer Montag im ehemaligen Kohlebrecher zu sehen.
Fotos auf: http://www.meinbezirk.at/voecklabruck/leute/die-rueckkehr-der-waechter-im-brecher-buchleiten-d1155239.html

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OÖ Nachrichten

OÖ Nachrichten November 2014: „Die Leinwand als Bühne für gebrochene Idyllen“

Eine Ausstellung in Ampflwang zeigt Josef Florian Krichbaums verstörend-skurrile Bildwelten.
Josef Florian Krichbaums Bilder sind verstörend. In altmeisterlicher Technik gemalt, ziehen sie den Betrachter in ihren Bann, die teils kitschig-karikaturesken Motive lassen einen erschaudern.

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Er wolle durchaus provozieren, wie Krichbaum im Gespräch mit den OÖNachrichten zugibt.Er male idyllische Szenen, um diese dann zu brechen, das reize ihn. Als künstlerische Vorbilder nennt der in Wien lebende Oberösterreicher neben seinen Akademie-Professoren Wolfgang Hutter und Wolfgang Herzig auch David Lynch und die Karikaturisten Gerhard Haderer und Manfred Deix. Und tatsächlich verarbeitet er, ähnlich wie die beiden satirischen Zeichner, ganz „österreichische“ Themen in seiner Malerei. Da isst etwa ein dubioser Mann in Lederhosen mitten im Wald eine Schnitzelsemmel („Unterholz Imbiss“, Öl/Eitempera/Tafel, 2010) oder es marschieren Musikanten mit irren Blicken durch ein Feld („Mit Pauken und Trompeten“, Öl/Eitempera/Tafel, 2010).
Er verstehe seine Bilder als Theaterbühne, auf der er Geschichten erzählen kann. Krichbaums skurrile Bild-Erzählungen sind nun in einer Ausstellung im Kohlebrecher Buchleiten in Ampflwang zu sehen.

Ausstellung „Die Rückkehr der Wächter“: bis 29.11. täglich außer Mo, 15 bis 19 Uhr, Kohlebrecher Buchleiten, Ampflwang
Link zum Artikel: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Die-Leinwand-als-Buehne-fuer-gebrochene-Idyllen;art16,1542491

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videostill2013

​ Videostill
© kunstohnegrenzen.at

Bezirksrundschau Jänner 2013: „Willkommen in Skurrilistan“

„TRAUN (ros). Märchenhaft skurril sind die phantastischen Werke von Josef Florian Krichbaum, der seine eigene Wiener Schule begründet hat und sich den altmeisterlichen Techniken bedient.Seine Lehrer an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien waren Wolfgang Hutter und Wolfgang Herzig.

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Heute lebt er als freischaffender Künstler in Wien und Oberösterreich.
Groteske Figuren, scheinbar sinnlose Szenerien, romantisch-realistische Landschaften und eine speziell bei den sehr kleinen Formaten äußert feine Pinselführung kennzeichnen seine Bilder. Sein künstlerisches Schaffen zeigt Einflüsse von Comic Art, Phantastischem Realismus aber auch Street- und Pop-Art. Fern von Trends entwickelt Josef Florian Krichbaum unbeirrt seinen ganz eigenen Stil und wird zur Ausnahmeerscheinung am österreichischen Kunstmarkt. Direkt aus dem “Egon Schiele Art Centrum” aus Krumau kommt die Ausstellung in die Galerie der Stadt Traun. Eröffnet wird sie am Mittwoch, den 6.Februar um 19 Uhr. Besichtigen kann man die Werke bis 3. März.“
Video zur Ausstellung vom Verein Kunst ohne Grenzen: https://www.youtube.com/watch?v=OiuFCzkc6JM

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oe24.at

oe24.at

Tageszeitung ÖSTERREICH 11.3.2008: Krichbaum: Für Liebhaber der „komischen“ Kunst

„Der in Innsbruck geborene Künstler Josef Krichbaum, mittlerweile in Wien lebend, zeigt einen Auszug aus seinem Fotoband „Marottenkiste“.
Schriftsteller Franzobel bezeichnet ihn als „eine österreichische Frida Kahlo“ – ein gewichtiger Vergleich mit der mexikanischen Malerin, über deren „verfluchtes“ Leben auch ein berührender Kinofilm gedreht wurde.

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Und tatsächlich: Wer sich die optischen Leckerbissen des 1974 in Innsbruck geborenen Künstlers Josef Florian Krichbaum zu Gemüte führt, entdeckt in seinem Schaffen durchaus ähnliche Motive und entrückende Elemente mit der 1954 verstorbenen Kult-Künstlerin.
„Marottenkiste“
Skurrile Figuren, gezeichnet von dem Hedonismus der Gesellschaft, sind zumeist eingebettet in ländliche Motive, wodurch sich eine (freiwillige) abstrakte Komik ergibt. Emotionale Befindlichkeiten wie Lust, Aggression oder Gewalt sind bei Krichbaums Bilder deutlich spürbar. Diese Divergenz ziwschen wunderschöner Idylle und dem Abbild einer diffusen (Land)Gesellschaft lässt einen Künstler vermuten, dessen Auseinandersetzung mit den strukturellen Gegebenheiten der Bevölkerung schon sehr früh erfolgt sein muss. Viel Schönes, aber auch viel Bedrohliches „schwimmt“ dem Beobachter entgegen.
Josef Krichbaum absolviert im Jahr 2000 mit Auszeichnung das Studium der Malerei an der Universität für angewandte Kunst in Wien, im selbigen Jahr eröffnet er sein Atelier in Wien-Ottakring. Der freischaffende Künstler gilt gemeinhin als großes Nachwuchstalent. In der Zwischenzeit waren Krichbaums Bilder auch auf verschiedenen Ausstellungen in Deutschland, Holland und natürlich Österreich zu bewundern.
2007 erscheint sein Fotoband „Marottenkiste“ – Box of quirks, eine Sammlung seiner schönsten Zeichnungen und Malereien in der Zeit von 1998 – 2007. “
Link zum Artikel: http://www.oe24.at/kultur/Krichbaum-Fuer-Liebhaber-der-komischen-Kunst/268226

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Radio /TV

Ö1 Leporello

Ö1 Leporello

 

Ö1 – Leporello „Geschichten der Gegenwart“, 2010

hier zum Nachhören

Wakeup Orange

Radio Orange 94.0

 

Radio Orange „Wake Up with stuard & paul“ ZU GAST, 2007: JOSEF KRICHBAUM

hier zum Nachhören

kultur heute

ORF OÖ Heute

 

ORF – Maler Josef Florian Krichbaum im Portrait

Beitrag in Mittwoch, vom 2.12.2014, 19.50 Uhr: „Künstler zu werden war sein Kindheitstraum, und den hat sich Josef Florian Krichbaum auch erfolgreich erfüllt. Begonnen hat alles mit kleinformatigen Arbeiten – mittlerweile sind seine Werke bis zu zwei Meter groß. Ausgestellt wurden sie bereits von Amsterdam bis London – und auch die Albertina in Wien hat bereits Werke von Krichbaum angekauft. Katharina Maurer hat ihn besucht.“

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kultur heute

ORF OÖ Heute

 

ORF – Oberösterreich Heute

Beitrag vom 19.2.2013: „… Ein der großen Aufgaben der Kunst ist es, das zu ergänzen, was im Alltag vielleicht fehlt und ich habe das Empfinden, dass wir – auch möglicherweise bewusst gesteuert – in einer sehr kurzlebigen, flexiblen und sehr schnelllebigen Zeit sind, in der es die Aufgabe der Kunst sein könnte, demgegenüber etwas sehr Beständiges zu schaffen…“

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